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Christian Gebhard Nordmann (1755 - 1823)

C.G. Nordmanns Leistungen führten zu der gewinnorientierten Musterdomäne Pötnitz - Kleutsch

 

Wichtige Daten im Leben von C.G. Nordmann :

Er wurde am 26.12.1755 als siebentes von zehn Kindern in Warmsdorf geboren. Seine Eltern waren Johann Christian Nordmann und Johanne Sabine, geb. Hardt. Sein Vater war hochfürstlicher Amtsverwalter der herzoglichen-köthenische Domäne Warmsdorf, gelegen im Bernburger Land.

Im Januar 1756 wurde er in Amesdorf getauft

Im März 1771 Konfirmation in Amesdorf

GH Nordmann
Geburtshaus in Warmsdorf
Gutshaus Pötnitz

 

 

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Köthen arbeitete er die ersten Jahre bei seinem Vater in Warmsdorf. Dort eignete sich der junge Nordmann erste ökonomische Grundlagen an. Im Anschluss daran assistierte er fünf Jahre bei seinem Bruder auf der Domäne Schackenthal und erwarb sich praktische Kenntnisse in Ackerbau und der Viehzucht.

1777 trat er die Pachtung Pötnitz an. Nordmann machte den Ort Pötnitz zu einem Schwerpunkt des landwirtschaftlichen Fortschritts und moderner Betriebsführung im vorindustriellen Deutschland. 1778 kam Kleutsch zu seiner Pachtung dazu.

Gutshaus Pötnitz

 

Wenige Jahre nach seinem Amtsantritt heiratete er die Tochter des Amtmannes Hase aus Grimschleben, Dorothea Rosamund Hase. Ihr einziges Kind, Tochter Dorothea Viktoria, geboren am 24.10.1782, heiratete am 11.06.1802 den Amtsrat Uebel aus Hälfta.

 

1780

1782

 


1784


 1790

1800

1804

1811

1813

1818

1820

1822

 

Beginn einer neuen Ära in der Schafzucht

Durch Rückschläge und Unglücksfälle, wie Hagel, Misswuchs, Schafpocken, Milbrand und Pferdeseuche, wollte er die Pachtung wieder aufgeben

In dieser Situation half ihm Georg Friedrich von Raumer, der Administrator auf der Wörlitzer Ökonomie. Er gewährte ihm 1500 Taler Vorschuss für einen neuen Anfang.

erhielt Nordmann von der herzoglich-dessauischen Kammer die Erlaubnis, die 1710 eingestellte Brennerei mit Eigenmitteln wieder in Betrieb nehmen zu können

Beginn des Aufbaus einer erfolgreichen Rinderzucht mit westfriesischen Rindern

wurde ihm in Anerkennung seiner Leistungen der Titel Oberamtmann verliehen

Beginn eines lebhaften Handels mit spanischen Merinos

Erfindung der hängenden Futterraufe, Schweberaufe genannt

Erhöhung der Anzahl der Rinderherden - diese bildeten den Stamm der berühmten Pötnitzer Herde

Für seine züchterischen Erfolge erhielt er vom königlich-preußischen Staatsrat, Daniel Albert Thaer, Vater der Landwirtschaft, einen Orden verliehen

Erwerb der Schäferei Süptitz bei Torgau

Kauf von Weinbergen bei Torgau

 

Grabahl Nordmann
Am 24.09.1823 starb Christian Gebhard Nordmann nach einem rastlosen Leben, das von Erfolgen gesegnet war, in Pötnitz und wurde dort mit großen Ehren beigesetzt. Bei seinem Begräbnis ehrten ihn nicht nur die Landsleute, sondern auch die Mitglieder der herzoglichen Kammer als einen der würdigsten Ökonomen ihres Staates. Sein Grabmahl befindet sich an der Südwestecke der Pötnitzer Kirche. Mildenseer Heimatfreunde bewahren Christian Gebhard Nordmann vor dem Vergessen, indem sie einen Gedenkstein vor dem Grabmahl aufstellten.
Unterschrift Nordmann
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Letztes Update 22.04.2009
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