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Der Napoleonsturm | |||||||||||||||||||
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Von 1809 - 1812 ließ der Fürst Leopold III. Friedrich Franz auf einem aus Feldsteinen künstlich errichteten Hügel von seinem Baumeister Pozzi das zweite Grabmal für sich erbauen. Der damals genannte " Turm der acht Winde " hatte als Vorbild das Horologium in Athen. Der weithin sichtbare Turm wird im Volksmund Napoleonsturm genannt, obwohl sein Auftraggeber Fürst Franz diese Bezeichnung strikt ablehnte. Durch häufiges Hochwasser am Fuße des Turmes nahm der Fürst Abstand von seiner ursprünglichen Nutzungsidee und verhalf dem Turm seinerseits auch nicht zu einem würdigen Namen. So setzte sich der Volksmund durch und es ist nicht sicher nachweisbar, worauf dieser Name basiert. Fürst Franz fand neben seiner Gemahlin Louise in der Walderseer Kirche seine letzte Ruhestätte. Mit der Aufbahrung von Wilhelm Friedrich Loeper, Reichsstatthalter von Dessau, am 26.Oktober 1935 wurde der Turm doch noch zum Mausoleum. Für zehn Jahre war der Napoleonsturm nun Loeperturm. 1945 wurde Loeper auf dem Friedhof von Mildensee unbekannt vergraben. Im Turmunterbau ist seit Jahren Platz für die feuchtfröhliche Umrahmung Mildenseer Feste durch die ortsansässigen Gastronomen. Der Napoleonsturm gehört zu den zahlreichen klassizistischen Bauten der Dessau-Wörlitzer Gartenlandschaft und deshalb führt der Fürst-Franz-Weg an ihm entlang. Quelle: Rudi Huhn "Mildensee damals und heute" |
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| Laut historischen Dokumenten waren im ersten Weltkrieg Kriegsgefangene im Napoleonsturm untergebracht. | ||||||||||||||||||||
| Bilder vom Napoleonsturm zwischen 1925 und 1935 | ||||||||||||||||||||
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Loeperturm 1935 | |||||||||||||||||||
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| Loeper, Wilhelm Friedrich, geb. am 13.10.1883 in Schwerin, Kgl. preuß. Hauptmann a. D. und Reichsstatthalter in Dessau, 1925 Eintritt in die NSDAP, 1.4.1927 - 23.10.1935 Gauleiter Gau Magdeburg-Anhalt, verst. am 23.10.1935 in Dessau an Halskrebs. | ||||||||||||||||||||