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Große und Kleine teilen sich jetzt die Räumlichkeiten
Neuer "Kinderklub" ins Leben gerufen
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Dienstags und donnerstags weiß Sophie Hoffmann genau, was sie nachmittags macht. Sie geht in den Klub. Obwohl sie erst acht Jahre alt ist, gehört Sophie zu den Stammgästen im Jugendklub „Ruine” in Mildensee. Seit Mitte Februar gibt es dort einen Kinderklub im Jugendklub. Für Sechs- bis Zwölfjährige bieten Klubleiterin Bärbel Huber und Ulrike Max zweimal in der Woche gezielte Freizeitbeschäftigungen an. Basteln, Kochen, Spiele, Sport stehen auf dem Programm. “Das wird natürlich in Absprache mit den Kindern erstellt, sie sollen ja Spaß haben und sich wohlfühlen hier", berichtet Bärbel Huber. Die Idee des Kinderklubs bestehe schon seit längerem. „Aber die Unsicherheit um den Fortbestand des Klubs hat das Ganze auf Eis gelegt. Seitdem wir wissen, es geht weiter, haben wir die Idee mit Leben erfüllt." Der Zulauf bestätigt den Bedarf. Etwa zwölf Kinder kommen regelmäßig in den Mildenseer Kinderklub. „Wir wollen damit auch unseren Nachwuchs sichern", erklärt Bärbel Huber den Hintergrund. Denn das Stammpublikum des Klubs ist zwischen 16 und 27 Jahre alt und zumeist männlich. Die 13- bis 15-Jährigen fehlen fast völlig. „Auch sie möchten wir gerne gewinnen, denn gezielte Angebote gibt es für diese Altersgruppe ebenfalls nicht." Bärbel Huber hofft nun, dass ihr künftig eine Kollegin zur Seite stehen wird. „Denn eine Mitarbeiterin allein kann keinerlei zusätzliche Angebote machen." Erfreut über den Kinderklub sind nicht nur die Mädchen und Jungen, sondern auch ihre Eltern. „Viele haben ihre Kinder das erste Mal gebracht und waren begeistert, dass es für ihre Kinder jetzt im Ort Freizeitangebote gibt." Inzwischen kommen Sophie und ihre Freunde auch an Nicht-Klub-Tagen. „Am liebsten spiele ich Billard", hat Sophie auch dann keine Langeweile. Bei den Großen geht es mitunter ernsthafter zu. Bewerbungen werden geschrieben, für die Fahrprüfung gepaukt oder auch Hausaufgaben gemacht. „Wir unterstützen unsere Jugendlichen bei der Lehrstellen- und Arbeitssuche, helfen beim Bewerbung schreiben." Soll im Klub etwas verändert werden, wird das gemeinsam angepackt. „Die Motivation. ist wieder da", freut sich Bärbel Huber und berichtet, dass im Februar fast der gesamte Klub renoviert und neu eingerichtet wurde und noch wird. Auch den Raum für den Kinderklub haben die „Großen” hergerichtet erzählt sie. Am 24. März steht ein Frühlingsfest mit Osterfeuer auf dem Klubprogramm. “Vorbereitet wird das diesmal von den Jugendlichen allein", berichtet Frau Huber und gibt zu, gespannt zu sein, ob alles klappt. „Aber ein bisschen mehr Eigenverantwortung und Selbstinitiative sind gut für die jungen Leute.” Zum Fest eingeladen sind übrigens alle, die Lust haben vorbeizuschauen. “Es ist kein klubinternes Fest, vielleicht findet ja jemand Gefallen an unserem Klub.“ |