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Visitenkarte Trachtengruppe  

In der planmäßigen Zusammenkunft der Mildenseer Heimatfreunde im Februar 2000 wurde die Gründung einer Nordmann – Trachtengruppe vereinbart und alle notwendigen Schritte dazu eingeleitet, nachdem die Förderfähigkeit des Projektes durch das Land Sachsen Anhalt bestätigt und zusätzliche Sponsoren gewonnen waren. Bereits zum 1. Nordmannfest im September des gleichen Jahres traten 20 Damen einer Mildenseer Sportgruppe in den fertig gestellten ersten Trachten mit einem Tanzprogramm öffentlich auf.

Im Februar 2010 feierte die unter Leitung von Christine Graul stehende Tanzgruppe von 10 Damen und 5 Herren ihr zehnjähriges Jubiläum. Es ist bereits eine gute Tradition, dass neben dem monatlichen Training vor Ort jeweils Anfang März ein Trainingswochenende im KiEZ am Friedrichsee geplant wird. Das fand auch in diesem zehnten Jahr des Bestehens statt. Inzwischen verfügt die Tanzgruppe mit einem neu einstudierten Tanz über ein Angebot von neun Trachtentänzen, die in eigener Choreografie zu volkstümlichen Weisen erstellt wurden. Neben dem intensiven Training der Tänze wurde das zehnjährige Jubiläum im Kreis der 15 Aktiven feierlich begangen und ein liebevoll gestaltetes Fotobuch zur Erinnerung an jedes Mitglied überreicht.
Tel.: 0340-2164132 Landjägerhaus
mildensee.de

 

Von den „Mildenseer Heimatfreunden e.V.“ am 06. Juni 2000 bestätigter Vorschlag für die Auswahl der „Tracht der Magdeburger Börde“ als „NORDMANN – TRACHT“

Diese Darstellung ist die einzige Vorlage für die fachgerechte Auswahl der Stoffe sowie die Gestaltung des Gewandes der Damen und Herren einschließlich aller Einzelheiten – eine Herausforderung für versierte Fachleute der Schneider- und Hutmacherzunft!
Vom Heimatverein zeichnen hierfür besonders Frau Kühne und Frau Plege verantwortlich und stellten weitere Kontakte zu Fachleuten wie Hutmacherin Frau Voigtländer, Schneidermeisterin Frau Burg (Haus der tausend Stoffe Dessau) und Schneidermeister Herr Schermaul aus Köthen her.

Erste Recherchen von Frau Kühne und Frau Plege zur Begründung einer Mildenseer Nordmann – Tracht:
Auszug aus „Anhaltische Volkskunde“ von Alfred Wirth Seite 39 ff „7. Die Tracht“

„… Die Mädchen trugen S p e n z e r, d.h. glatte Taillen mit ganz weiten, faltigen Ärmeln und einen 5 Ellen weiten Rock. Als Ansatz einen blumigen Besatz, ¾ Ellen breit. Dann ein buntes Halstuch, welches in die Schürze gesteckt war.
In Kleinmühlingen hieß der Kragen, den Matronen tragen, S p e n z e r, der Faltenrock der Mühlinger Tracht ebenfalls so. (Loose: Unser Anhaltland, S. 120) Im Kreise Dessau und Köthen nannte man die kurze Jacke so. Der Spenzer war danach um 1813 Mode der Männer. Er wäre dann erst auf das Dorf und in die Frauentracht gekommen.
Über die T r a c h t  v o n  G r o ß m ü hl i n g e n um 1840 berichtet Loose in „Unser Anhaltland“ Bd.3, S.118 f. Danach trugen die Männer für Kirche, Hochzeit, Taufe und Begräbnis einen langen blauen Rock mit zwei Reihen Knöpfen auf dem Taillenstück und hohem Kragen, der die schwarzseidene Halsbinde fast verdeckte. Die langen Schösse reichten bis auf die Langstiefel der Älteren. Die Jüngeren hatten Schnallen- oder Schnürschuhe. Alle trugen kurze Hosen und Strümpfe.
… Zu einer besonderen Bedeutung ist die S c h ü r z e gelangt. Sie gehörte früher In Anhalt zur Festkleidung der Frauen, auch bei Hochzeiten, Taufen, beim Pfingstgelage. Das Band flatterte hinten an der Schürzenschleife lang herunter...“
 

 

 

Tracht der Magdeburger Börde

Tracht der Magdeburger Börde

   

Inzwischen sind vierzig Damentrachten und 20 Herrentrachten sowie Kinder- und Jungendtrachten fertiggestellt. Die Damen traten bereits mit einigen Herren gemeinsam beim Trachtentanz auf und wurden von den Mildenseern und ihren Gästen begeistert gefeiert. Seit Dezember 2001 bestehen enge Kontakte zum Heimatverein Birgland e.V. Sulzbach – Rosenberg aus der Oberpfalz, die Gäste des 3. Nordmannfestes im September 2003 sein und mit ihrem Auftritt das Programm bereichern werden.

 

   

 

Kinder jetzt auch in Trachten
Fördermittel und Sponsorenhilfe machen Anschaffung von Kleidung möglich

Vier verhaltene Augenpaare winden sich schüchtern um eine Ecke des Mildenseer Landjägerhauses. "Das sind die ersten zwei Paare aus unserer neuen Kindertrachtengruppe", berichtet Ortsbürgermeisterin Angelika Storz stolz. Am Mittwoch lud der Verein "Heimatfreunde" nach Mildensee ein. Vorgestellt wurden die ersten vier Kinder, die als "Ur -Trachtenkinder" in die Mildenseer Heimatgeschichte eingehen werden. Das erste Pärchen bilden Fabian Richter und Anne-Marie Kochmann, beide zehn Jahre alt. Das zweite Duo ist ein Geschwisterpaar. Der zehnjährige Paul Lehmann und seine vier Jahre alte Schwester Pia verstehen sich bestens. Über ihre Oma haben sie von der Kindertrachtengruppe erfahren. "Wir sind schon ziemlich gespannt", erzählt der große Bruder. Mit dabei waren natürlich auch die Hauptsponsoren, die dafür sorgten, dass der Verein Fördermittel vom Land Sachsen-Anhalt in Anspruch nehmen konnte. Denn ohne Eigenanteil, hier waren es 30 Prozent der Gesamtsumme, geht da gar nichts. Und so bedankte sich der Verein ganz herzlich bei Christoph Göring von der Ahlsa GmbH Dessau, bei der Dachdeckerei Sandner aus Großkühnau sowie beim Malerbetrieb Fluhr. Die ersten Trachten sollen bis zum Fürst-Franz-Fest fertigwerden. Am ersten September-Wochenende findet es in Mildensee statt. Anne-Marie Kochmann wird dann gemeinsam mit ihrem Partner Fabian die Tracht vorstellen. Die restlichen Stücke - insgesamt sollen sie für zehn Paare ausreichen - sollen bis zum 31. Dezember vom Haus der Stoffe" gefertigt werden.
"Es liegt uns wirklich sehr am Herzen, den Nachwuchs zu begeistern", erzählt Angelika Storz. Die Kinder sollten ihre Heimat, samt der Geschichte, schätzen lernen." Wenn die Ortsbürgermeisterin von den Mildenseer Einwohnern spricht, beginnen ihre Augen zu leuchten. Es gibt immer wieder Geschenke für den Verein, die die Heimat betreffen. "Diese Leute haben einfach ein Herz für ihre Umgebung entwickelt", freut sich die Ortsbürgermeisterin. Es ist schön, wenn dieses Gefühl an die Kinder weiter gegeben werden kann. Den Nachwuchs möchte der Verein in den Kindergärten und Schulen ansprechen. Ich wurde von meinem Religionslehrer gefragt", erzählt Anne-Marie, die sich schon jetzt auf die Umzüge und Veranstaltungen freut. Am Mittwoch wurde sie von ihrer Oma Gisela Kröpke begleitet. Auch sie findet es wichtig, dass der Nachwuchs gefördert wird. "Trotzdem müssen wir erst einmal sehen, ob sie alles in Einklang bringen kann. Schließlich spielt sie auch noch Geige und singt im Chor", wägt die Oma skeptisch ab. Auch Antje Lehmann, die Mutter von Paul und Pia, begleitete ihre Kinder ins Landjägerhaus. Frau Rönicke, die Kassenwirtin des Vereins, hat mich angesprochen" erzählt die 33-Jährige. Da mein Mann auch im Heimatverein ist, haben wir es einfach ausprobiert." Bis jetzt wissen die Kinder noch nicht genau, was auf sie zukommt. Zwar kennen sie sich aus der Schule und aus dem Ort, in Bezug auf den Verein haben sie sich zum ersten Mal getroffen. Doch, dass ihnen der Verein viel Spaß bringen wird, das wissen die vier Neulinge schon jetzt mit Sicherheit.
Auch der 16-jährige Christian Bergholz ist seit vergangenem Jahr Anhänger des Vereins. Ein offizieller Trachtenträger sei er nicht, betont der Mildenseer immer wieder. Aber wenn jemand fehlt, springe er gern ein. "Ich bin froh, dass sich auch junge Männer finden", lächelt Ortsbürgermeisterin Stortz. "Aber so ist es eben, erst guckt man nur, dann hilft man mal und plötzlich ist man mittendrin".

 

      Kindertrachten
Kindertrachten
                     
        trachten Dei Trachten des Mildenseer Heimatvereins waren auch schon unterwegs nach Japan << Bericht>>                        
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Letztes Update am 15.03.2010