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17.01.08
Schmierereien am Napoleonsturm Weithin
sichtbar
prangen die Schmierereien am
Turm der Acht Winde in Mildensee.
Unbekannte Täter haben das
Kulturdenkmal in der Nacht zu
gestern mit „idiotischen Sprüchen
und Nazischmierereien“ verschandelt.
Horst Pätzel, verantwortlich
für Fragen der Sicherheit bei der
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, zu
dessen Schatz der so genannte Napoleonsturm
gehört, ist sauer.
Die Kriminalpolizei hatte ihn gestern
Vormittag über die Tat informiert
und vor Ort Spuren aufgenommen. „Die Fläche
ist riesig und die Farbe verdammt echt“, sagt Pätzel
und weiß, dass es sehr schwer
wird, die Farbe wieder zu entfernen. „Bei einem
historischen Gebäude
brauchen Sie dafür Finger-spitzengefühl,
sonst nimmt der historische
Putz Schaden“, erklärt er
das Problem. Und für die historische
Tür werde wohl eine Restauration
notwendig, ahnt er. „Das wird
wohl eine hohe Schadenssumme,
mehrere tausend Euro bestimmt.“
Die Kulturstiftung wird versuchen,
den Schaden zeitnah zu beheben,
so Pätzel. „Von heute auf morgen
geht es aufgrund der Besonderheit
des Gebäudes aber nicht.“
Der Turm der Acht Winde war im
Frühjahr 2005 nach einer Generalsanierung
an die Mildenseer übergeben
worden. Schon einmal, im
Dezember 2006, hatten Rowdys
das Denkmal mit Schmierereien
verschandelt. Die Täter, drei Jugendliche
im Alter von 15 bis 18
Jahren, waren im Zusammenhang
mit einer ähnlichen Straftat in
Hinsdorf von der Polizei ermittelt
worden. „Solche Schmierereien sind höchst ärgerlich,
verursachen sie doch immense Kosten. Geld, das viel nutzbringender
für den Erhalt des historischen
Kulturgutes verwendet
werden könnte“, äußert Erdmute
Alex, Pressesprecherin der Kulturstiftung. |
„Der Ortschaftsrat
und die Mildenseer
Heimatfreunde verurteilen
diese Tat aufs Schärfste und hoffen,
dass die Schuldigen gefunden und
zur Rechenschaft gezogen werden“,
betonte Ortsbürgermeisterin
Simone Streiber in der jüngsten
Ratssitzung. Am Dienstagabend
kündigte sie zudem einen Aushang
in den Mildenseer Schaukästen an,
in dem sie noch einmal ihrem Unmut
Ausdruck verleihen will. |
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Denn
diese Schmierereien an dem denkmalgeschützten Gebäude,
die einen erheblichen Schaden bedeuten,
sind nicht das einzige Ärgernis.
Regelmäßig machen Unbekannte
die Bemühungen der Heimatfreunde
zunichte, den Turm
und sein Umfeld in gepflegtem Zustand
erscheinen zu lassen. Pflastersteine
sind vor dem Turm herausgerissen
und in die Grünanlagen
geworfen worden, immer wieder
werden Flaschen zerbrochen,
Papiertüten hingeworfen und Fußwege
mit Autos und Motorrädern
befahren. Die Ortsbürgermeisterin appelliert
in dem Aushang deswegen an die
Mildenseer, über die Bedeutung
des Wahrzeichens auch mit den
Kindern zu reden und wachsamer
zu sein. Derartige Taten dürften
nicht zur Gewohnheit werden. |
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15.03.
:Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn startet an diesem Wochenende
in die Saison und fährt zum Frühlingserwachen
in die Parkstadt. Das hat der Betreiber gestern mitgeteilt. Der
erste Zug fährt am Sonnabend, 9.15 Uhr, ab dem Dessauer Hauptbahnhof
und danach im Zwei-Stunden- Rhythmus. Der letzte Zug startet 17.15
Uhr. Ab Wörlitz geht es 10.05 Uhr das erste Mal zurück,
danach ebenfalls im Zwei-Stunden- Rhythmus. Der letzte Zug verlässt
die Parkstadt um 18.05 Uhr. Der gleiche Fahrplan gilt am Sonntag.
Fahrkarten gibt es in den Zügen. Mehr Infos unter |
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Nach Mildensee
wurden am 19. April, 14:00 bis 16:00, in den Garten des Landjägerhauses
alle interessierten Gartenfreunde zur ersten
Mildenseer Pflanzenbörse eingeladen. Jeder Gartenfreund, der Pflanzen aus seinem Garten übrig
hatte und zum Tausch oder Kauf an andere Interessierte anbieten
wollte, war herzlich willkommen. |
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Pfingstreiten
2009 :Die Sonne meinte
es gut mit den Mildenseer Pferdefreunden.
Die kamen am Pfingstsonntag
allemal auf ihre Kosten. Zu
zünftiger Marschmusik galoppierten
14 Klein- und Großpferde samt
ihren Reitern im Parcours nahe der
Kapenstraße, eine der ältesten
Straßen in Mildensee. Rund 250
Gäste gesellten sich in die Runde,
frönten dem Bier und der Bratwurst
und verfolgten das traditionelle
Turnier mit einiger Spannung.
Immer wieder mahnte Moderator
Heinz Reschke die Starter „im Galopp,
sonst wird das nichts“, und
häufig musste die Parcours-Mannschaft
nach den Ringen schauen,
die die Reiter vom mit Maien geschmückten „Galgen“ reichlich
und mit viel Geschick stachen. Neben
einigen Mildenseer Startern
waren u. a. Cobbelsdorfer und
Horstdorfer Reiter am Start. Nach drei Durchgängen hatte sich
die
Hälfte aller Ringreiter für das Stechen
qualifizieren können.
Mildensee und Ringreiten, mit dem
Fest lässt der kleine rund 25 Mitglieder
zählende Reitverein eine über Jahrzehnte währende
Tradition wieder aufleben. Das Ringreiten
ist der Höhepunkt im Vereinsleben,
sagt Evelyn Günther, Vorsitzende
des Reit- und Fahrvereins
und weiß, etliche Reiter nehmen
aktiv an Turnieren teil.
Am Ende siegt, wer sich am geschicktesten
anstellt und den Parcours
in der kürzesten Zeit absolviert.
Zum Stechen wurde eigens
eine Messanlage aufgebaut.
Die Gäste des Mildenseer Turniers
sahen im übrigen nicht nur den Wettkampf pur, die Gastgeber
sorgten während und nach den
Läufen für reichlich Unterhaltung.
Der Mildenseer Franz Spieler ließ
seine Rappen über die komplette
Wettkampfzeit eine Kutsche ziehen.
Die war ständig ausgebucht
durch Kinder. Als geschickte Reiter
präsentierten sich Vize-Vereinsvorsitzender
Wolfgang Spieler
und Franziska Günther mit der „ungarischen Post“.
Selbst die Gespanne, die zwischendurch auf den
Platz auffuhren, waren reichlich
geschmückt und so ein Hingucker.
Gewöhnlich folgt nach der Pflicht
eine Kür. So waren die Starter nach
der Siegerehrung eingeladen zu
Gaudi und Würstchenschnappen.
Es versteht sich von selbst, dass in
dieser Disziplin wohl kaum ein Reiter
leer ausging. (Bilder in der Bildergalerie)
Das 6. Mildenseer Ringreiten konnte
der Horstdorfer Andreas Ferchow
für sich entscheiden und nahm nach
dem Wettstreit seinen Pokal (Glasteller)
entgegen. Auf den weiteren Plätzen
folgen: Diana Lippisch (Cobbelsdorf),
Franziska Günther aus Mildensee
und Ralf Raeder aus Horstdorf.
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Auf
Gartentour durch 18 Gärten in Mildensee und Kleutsch Zum Sommeranfang
auf Gartentour - diesen Termin hatten
sich zahlreiche Leute aus Dessau-Roßlau in ihrem persönlichen
Terminkalender vorgemerkt. Für
die Zweitauflage nach 2007 hatten
18 Familien, Hobby- und Kleingärtner
in Mildensee und Kleutsch am
Sonnabend ihre Türen, Tore und
Pforten für Interessierte geöffnet. |
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21.06.08:
Hinter dem Landjägerhaus
in Mildensee tummeln sich
schon vor 11 Uhr die Besucher des
Kinderfestes. „Des allerersten Kinderfestes unter Regie des Ortschaftsrates“,
wie Ortsbürgermeisterin
Simone Streiber betont. Der
Unkundige meldet Zweifel an.
Kann in Mildensee, einer der angesagtesten
Adressen in Dessau-Roßlau
für örtliche Feste, Feiern und
Fröhlichkeit wirklich ein Kinderfest
zum allerersten Mal über die
Bühne gehen? Simone Streiber
nickt unbeirrt: Es ist tatsächlich die
Premiere für den Ortschaftsrat. Den Stein angestoßen hatten
die
Mütter aus dem Dorf. Mit einer kessen
Frage: Warum feiert Kleutsch
Kinderfeste und wir nicht? Der Kindergarten
ist mit rund 60 „Zwergen“
voll belegt, dazu werden jährlich
durchschnittlich bis zu zehn
Kinder in die Walderseer Grundschule
„abgegeben“, wo in allen
Jahrgängen Mildenseer Sprösslinge
lernen. Warum also kein Kinderfest?
„Das lassen wir uns nicht
zweimal sagen“, lacht Frau Bürgermeisterin
und versieht ihre Festgäste
mit den bunten Party-Leuchtarmbändern.
„Grün, Gelb, Pink
oder Weiß?“ Egal, wie lange die Knirpse an diesem Sommertag
auf
den Beinen sein mögen, das Armband
beleuchtet den Heimweg.
Ans nach Hause gehen denkt aber
vorerst keiner. Nicht, bevor die
„Biene Maja“ das Kindergesicht
Honiggelb-Braun geschminkt hat.
Vonny an den Farbtöpfen will zwar
eigentlich eine Hummel sein, aber
bienenfleißig ist sie allemal. Eine
lange Kunden-Schlange ist zu bedienen
und zu bepinseln. An Hüpfeburg
und Torwand kann sich der
Sportsgeist der Jungen und Mädchen
zeigen, am Basteltisch von
Anette Moll das Geschick der kleinen
Kinderhände erproben, ehe
der schmucke Anhänger um den
Hals gelegt werden kann.
Viele Helfer haben die Kinderfest-
Premiere in Mildensee unterstützt,
zumeist mit Sachspenden. Die kamen
von der Sparkasse, von der Dekra,
vom Drogeriemarkt, vom Autohaus
Koch und einem Versandhandels-
Shop. Die Station Junger Technikler
verlieh die Ausstattung und
die Mildenseer packten am Tag mit
an. Allen voran die Frauen des Ortschaftsrates.
Und die Männer?
„Denen haben wir frei gegeben. Für
die Gartentour“, lachen die Macherinnen.
Vor dem Landjägerhaus ist
für einen kleinen Obolus der komplette
Tourenplan über die 18 Etappen
erhältlich.  
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Am Abend war dann das
Sommerfest des Heimatvereins im Garten des Landjägerhauses und
am Sonntag spielten dort die Dessauer Blechbläser. |
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Mildensees
Sporthalle drohte das
Aus, als vor ein paar Jahren die
Schule geschlossen wurde. Doch
der Ort kämpft seither um den Bau.
„Es ist die einzige Sporthalle für
Mildensee, Kleutsch und Sollnitz.
Es ist der einzige große Raum im
Ort“, sagt Mildensees Ortsbürgermeisterin Simone Streiber. „Wir
stehen geschlossen hinter dem Projekt.“
Von dem sollen nicht nur die
Sportler profitieren: Der Kindergarten
nutzt die Halle regelmäßig. Der
Mildenseer Chor probt drinnen.
Eine Gymnastik-Gruppe ist aktiv.
Das Projekt, das ist die Übernahme
und die Sanierung der Sporthalle Die
Stadt Dessau-Roßlau schafft dafür
gerade die Voraussetzungen: Ein
Erbbaurechtsvertrag ist in Vorbereitung.
„Wir hoffen“, sagt Mildensees
Vereinschef Bühnemann,
„dass der Vertrag bis September
unterschriftsreif ist.“
Die Stadt hilft aber auch noch auf
anderen Wegen. Im September sollen
die Anschlüsse für Gas und
Wasser neu gelegt werden. Die Stadt plant auch,
dem Verein die nicht notwendigen
Abrisskosten für die Sporthalle als
Sanierungsstarthilfe zu geben. Es
handelt sich um eine mittlere fünfstellige
Summe. Ein wichtiger
Grundstock wäre gelegt.
Das Interesse
der Stadt, dass der Mildenseer
Weg funktioniert, ist groß.
Was die Sanierung der Turnhalle
kostet, lässt sich bislang nur schätzen „In Roßlau
wurde eine Turnhalle
gleichen Typs für fast
500 000 Euro saniert“, hat sich
Bühnemann in der Schifferstadt
umgeschaut. Mildensee plant deutlich
preisweiter und geht bislang
von 350 000 Euro aus. In zwei Jahren
soll die Halle fertig sein. „Länger
können wir nicht warten.“
Für das Geld sollen vor allem die
völlig maroden technischen Anlagen
erneuert und eine vernünftige
Dämmung an die Außenwände gebracht
werden. „Im jetzigen Zustand“,
räumt Bühnemann ein, „ist
die Halle ein einziger Energiefresser.“
Seit 2006 nutzt der Mildenseer
Verein die Halle. „Wir haben
bislang jeden Monat 500 Euro Betriebskosten
überwiesen und hoffen
jetzt, dass das reicht.“ Nachzahlungen
würden den Verein mitseinen
340 Mitgliedern zusätzlich belasten.
Schon jetzt muss der SV
Mildensee seine Beiträge zum 1. Januar
erhöhen. Das Engagement der Mitglieder beeindruckt
die Politiker von Stadt,
Land und Bund, die am gestrigen
Sonntag zum Frühschoppen in das
Mildenseer Vereinsheim gekommen
sind. Bühnemann hat ganz gezielt
eingeladen, um Unterstützung
zu erbitten, um Tipps und
Ratschläge zu bekommen. Die gibt
es reichlich. Vor allem die beiden Bundestagsabgeordneten Engelbert
Wistuba (SPD) und Ulrich Petzold
(CDU) weisen immer wieder
auf unbekannte Förderprogramme
und Fördermöglichkeiten hin und
sichern Unterstützung zu. „Wenn
jeder seinen Part beiträgt“, sagt
Wistuba, „ist das Projekt machbar.“
„Auf solche Hilfsangebote haben
wir heute gehofft“, sagt Bühnemann,
der angetreten ist, mit dem
Verein und dem Ortschaftsrat ein
Gesamtpaket für die Turnhallen-
Sanierung zu schnüren. „Einer allein
kann das Projekt nicht stemmen.“
An Landessportbund und
Lotto-Toto gehen in den nächsten
Wochen Förderanträge raus. „Werben
Sie in diesen Gremien für
unser Projekt“, bittet Bühnemann
die Politiker. „Unser Ort, unser
Verein braucht diese Sporthalle.“ |
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8.
Nordmannfest / 34. Bauernmarkt Am Wochenende wurde in
Mildensee auf dem Anger am Napoleonsturm wieder kräftig
gefeiert. Freitag Abend heizte die Disco Galaxy das gut gefüllte
Festzelt ordentlich an. Samstag Vormittag zog, als ein Höhepunkt,
ein Festumzug durch Mildensee anlässlich 300 Jahre Dellnau
und 50. Jahrestag der Gründung der LPG. Ein weiterer Höhepunkt
war am Abend wieder das Festprogramm im brechend vollen Festzelt.
Alle drei Tage war die Ausstellung im Turm "50 Jahre Landwirtschaft" und
im Nordmannhof alles rund um die Kartoffel zu besichtigen. Am
Sonntag Vormittag fand auch wieder der Schnitterwettbewerb statt.
Das Festkomitee dankt allen Sponsoren und aktiven Helfern, die
zum Gelingen des Festes beigetragen haben. |
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