Archiv 2006
30.01.2006: Der
Mildenseer, der heute seinen 87. Geburtstag feiert, ist Sammler und
Hobby-Historiker aus

Leidenschaft.
Er könnte aus der Sammlung seiner Fotografien und Ansichtskarten fast das ganze alte Dessau
wieder "auferstehen" lassen. In seinem Haus hat er alles
sorgfältig gesammelt und archiviert und mit seinen 87 Jahren
hat er auch noch Pläne, seine Schätze auch allen anderen
zugänglich zu machen. Rudi Huhn ist vielen Dessauern und anderen
ja schon als Buchautor und Verfasser unzähliger Presseberichte
zur Historie von Dessau bekannt. Sein 6. Buch ist zur Zeit in Arbeit
und wird "Dessau vor 100 Jahren" heißen. Für
Mildensee bereitet er eine Ausstellung vor, die im Sommer im Napoleonsturm
zu sehen sein soll und das Wachsen Mildensees aus den Dörfern
Dellnau, Pötnitz und Scholitz dokumentiert.
Weihnachtsmarkt an neuem Ort
Am vergangenen Sonntag, dem 3. Advent, lud traditionell wieder der
Mildenseer Weihnachtsmarkt seine Gäste. In diesem Jahr aber
an anderer Stelle, zwischen Kindergarten und Feuerwehr. Der Glühwein
am Stand sowie die von den Heimatfreunden gebackenen Kuchen ind der
Kaffeestube "Spritze" waren sehr gefragt. Zeitweise hätte
die Strasse breiter sein können, um alle Gäste zu fassen, doch es soll auch weiterhin an dem kleinen Charakter
des
Weihnachtsmarktes
festgehalten werden. Ebenfalls traditionell fand in der Kirche das Adventssingen statt.
Wir danken der Feurwehr
der Stadt Dessau für die Bereitstellung ihres Objektes, wodurch
es erst möglich wurde, auch in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt
in Mildensee stattfinden lassen zu können.
Die Dessauer Heimatfreunde wollen einen Dachverband. Auf diese Grundaussage haben sich Vertreter von acht Dessauer Heimatvereinen in der Mildenseer „Kastanie” bei ihrer zweiten Zusammenkunft in diesem Kreis geeinigt. Bis zum Januar wird ein Satzungsentwurf erarbeitet werden, der dann in interessierten Vereinen im zeitigen Frühjahr diskutiert wird. Noch bevor die Mehrzahl der Brauchtums- und Heimatfeste in Dessau beginnt, soll es dann einen Stadtheimatbund Dessau geben, in dem die Vereine als juristische Personen Mitglied sind. Einstimmig haben das die Heimatvereinsmitglieder aus Mildensee, Waldersee, Sollnitz, Kleutsch, Kleinkühnau, Alten, Kochstedt und Ziebigk beschlossen. Welche Aufgaben dieser Dachverein übernehmen und welche Funktion er ausüben soll, dazu benannten die 15 Beratenden konkrete Beispiele. Zum einen geht es ihnen um die Versicherung der Feste, welche durch die Vereine organisiert werden. Zum anderen um die Gebühren, die an die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, zu entrichten sind. Bei diesen Punkten, welche die Heimatvereine finanziell belasten, erhoffen sich deren Vertreter durch den Dachverein günstigere Lösungen. Der Effekt des Zusammenschlusses soll sich aber auch positiv auswirken beim Auftreten der Heimatfreunde gegenüber verschiedenen Verhandlungspartnern, beim Suchen nach finanzieller Unterstützung und bei ihrer Präsentation in der Öffentlichkeit zum Beispiel. Um diese Öffentlichkeitsarbeit ging es dann auch im Hauptteil der Beratung. Bereits in ihrer ersten Zusammenkunft hatten sich die Heimatfreunde darauf geeinigt, eine Gesamtübersicht über ihre wichtigsten Brauchtumsfeiern und weiteren Feste zu erstellen. Noch sind nicht alle Pläne der insgesamt zwölf Heimatvereine Dessaus bei der Koordinatorin Simone Streiber in Mildensee im Landjägerhaus eingetroffen. Das soll spätestens in der ersten Januar-Dekade passieren, so dass gegen Ende Januar 2006 eine Gesamtübersicht über die wichtigsten Ereignisse von Sollnitz bis Großkühnau und von Ziebigk bis Mosigkau veröffentlicht werden kann Feiern wollen die Heimatfreunde mit weiteren Akteuren und vor allem vielen Gästen auch mehrere Jubiläen. Dazu gehören unter anderem 300 Jahre Kochstedt, die am ersten Septemberwochenende im Mittelpunkt stehen, 80 Jahre Knarrbergsiedlung, die mit dem Elbe-Bade-Tag verbunden werden, und 70 Jahre Sollnitzer Feuerwehr um den 8. Juli herum. Außerdem wollen die Altener mit ihrem Heimatmuseum umziehen und dieses am 21. Mai feierlich am neuen Standort im Klinikum eröffnen.